Mitmachen

Wir freuen uns, dass Sie bei AI Cloppenburg mitmachen wollen. Hier finden sich einige Möglichkeiten, aktiv zu werden.

Briefe gegen das Vergessen

In jedem Monat weist AI auf wichtige Menschenrechtsverletzungen hin und bittet darum, sich für die Menschen, die darunter leiden, einzusetzen. Aktuelle Fälle sind auf der Homepage von AI zu finden. Auch in der MT erscheint ein Fall. Hier der neueste Fall vom Juni 2022.

Menschenrechtsverletzungen gibt es in vielen Ländern der Erde

Zurzeit steht der grausame Krieg Russlands in der Ukraine, bei dem es, wie Amnesty International festgestellt hat, viele Menschenrechtsverletzungen gibt, im Fokus der Öffentlichkeit. Vergessen wird dabei weitgehende, dass  tagtäglich in vielen Ländern der Erde wie in Afghanistan (Unterdrückung von Frauen) oder Myanmar (systematische Unterdrückung der Rohinya) Menschenrechte massiv verletzt werden. Für diese „vergessenen“ Menschen will sich Amnesty einsetzen.

In diesem Monat weist die Cloppenburger AI-Gruppe auf die Situation in Kuba hin. Am 11. Juli 2021 fanden in Kuba landesweite friedliche Proteste gegen die Wirtschaftspolitik, den Mangel an Medikamenten, den Umgang mit Covid-19 und die massiven Einschränkungen der Meinungs- und Versammlungsfreiheit statt. Hunderte von Menschen, die an den Protesten teilnahmen, wurden von den Regierungsbehörden festgenommen und inhaftiert – unter ihnen auch Maykel Castillo Pérez und Luis Manuel Otero Alcántara. Amnesty International erklärte beide zu gewaltlosen politischen Gefangenen da sie nur ihr Recht auf freie Meinungsäußerung wahrgenommen hatten.

Die beiden gehören zur Initiative Movimiento San Isidro, in der sich zahlreiche Künstler*innen, Journalist*innen, Akademiker*innen und Aktivist*innen für die Meinungsfreiheit auf Kuba engagieren. Die Bewegung wurde ursprünglich gegründet, um gegen das Gesetz Nr. 349 zu protestieren, das 2018 eingeführt wurde und Künstler*innen stark zensiert.

Am 8. März kündigte das Städtische Volksgericht von Zentral-Havanna ohne Angabe eines Termins die Eröffnung der mündlichen Verhandlung gegen Maykel Castillo Pérez und Luis Manuel Otero Alcántara an. Ihnen wird unter anderem fortgesetzte Beleidigung der Symbole des Landes, Diffamierung von Institutionen und Organisationen sowie von Helden und Märtyrern, Körperverletzung, Widerstand und Störung der öffentlichen Ordnung vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft fordert zehn bzw. acht Jahre Haft.

Im März 2022 erfuhr Amnesty, dass sich der durch die Haft ohnehin schon schlechte Gesundheitszustand von Maykel Castillo Pérez weiter verschlechtert hat. Auch Luis Manuel Otero Alcántara geht es inzwischen gesundheitlich sehr schlecht. Die notwendige ärztliche Hilfe erhalten sie beide nicht.

AI bittet die Leserinnen und Leser,  höflich formulierte Briefe an den Präsidenten von Kuba zu schreiben und ihn aufzufordern, Maykel Castillo Pérez und Luis Manuel Otero Alcántara umgehend freizulassen und das Verfahren gegen sie einzustellen. Dringend ist, dass die beiden unverzüglich Zugang zu angemessener Gesundheitsversorgung erhalten, ihr Gerichtsverfahren unabhängig beobachtet werden darf und sie in Zukunft ihr Recht auf freie Meinungsäußerung ungehindert ausüben können.

Die Adresse für Briefe in gutem Spanisch, Englisch oder auf Deutsch lautet:
Miguel Díaz Canel
Presidente de la República de Cuba
Hidalgo, Esquina 6. Plaza de la Revolución
La Habana, CP 10400
KUBA
(Anrede: Dear President Díaz-Canel / Sehr geehrter Herr Präsident)
(Standardbrief Luftpost bis 20 g: 1,10 €)

Ein Musterbrief

Sehr geehrter Herr Präsident,

Maykel Castillo Pérez und Luis Manuel Otero Alcántara befinden sich seit 2021 in Verbindung mit den friedlichen landesweiten Protesten in Haft. Beide sind gewaltlose politische Gefangene, die nur ihr Recht auf freie Meinungsäußerung wahrgenommen haben.

Am 8. März 2022 kündigte das Städtische Volksgericht von Zentral-Havanna die baldige Eröffnung der mündlichen Verhandlungen an. Maykel Castillo Pérez und Luis Manuel Otero Alcántara wird unter anderem fortgesetzte Beleidigung der Symbole des Landes, Körperverletzung, Widerstand, Störung der öffentlichen Ordnung und Diffamierung von Institutionen und Organisationen sowie von Helden und Märtyrern vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft fordert zehn bzw. acht Jahre Haft.

Offenbar hat sich der durch die Haft ohnehin schon schlechte Gesundheitszustand von Maykel Castillo Pérez weiter verschlechtert. Auch Luis Manuel Otero Alcántara geht es inzwischen gesundheitlich sehr schlecht. Die notwendige ärztliche Hilfe erhalten sie beide nicht.

Ich fordere Sie daher auf, Maykel Castillo Pérez und Luis Manuel Otero Alcántara umgehend freizulassen und das Verfahren gegen sie einzustellen. Bitte sorgen Sie dafür, dass die beiden unverzüglich Zugang zu angemessener Gesundheitsversorgung erhalten, ihr Gerichtsverfahren unabhängig beobachtet werden darf und sie in Zukunft ihr Recht auf freie Meinungsäußerung ungehindert ausüben können.

Mit freundlichen Grüßen

Briefmararathon

Im Monat Dezember findet alljährlich ein Briefmarathon statt: Tausende von Menschen aus aller Welt engagieren sich für 10 ausgewählte Menschen, die wegen ihres Einsatzes für Menschenrechte verfolgt werden. Einer von ihnen ist Mikita Zalatarou aus Belarus. AI Cloppenburg will sich in diesem Jahr besonders für ihn einsetzen.

Mit 16 Jahren zum Staatsfeind ernannt

Cloppenburger nehmen am Briefmarathon von Amnesty International teil

In diesem Monat findet der alljährliche Briefmarathon von Amnesty International statt. Bereits zum 20. Mal setzen sich Tausende von Menschen aus aller Welt gemeinsam mit Amnesty International für Personen und Organisationen ein, die allein wegen ihres Einsatzes für die Menschenrechte von Regierungen angegriffen, gefoltert oder schikaniert werden.

Der Briefmarathon hat seit 2001 das Leben von mehr als 100 bedrohten Menschen zum Besseren verändert. Die von Amnesty International ins Leben gerufene Aktion findet jedes Jahr rund um den Tag der Menschenrechte am 10. Dezember statt. Weltweit schreiben Menschen Millionen von Briefen, E-Mails, Tweets, Facebook-Posts und Postkarten zur Unterstützung derjenigen, deren Menschenrechte verletzt werden.

Einer von ihnen ist Mikita Zalatarou aus Belarus. Mikita Zalatarou ist 16 Jahre alt, als die Polizei ihn festnimmt, schlägt und mit einer Elektroschockwaffe traktiert. Der Vorwurf: Er habe einen Molotowcocktail auf zwei Polizeikräfte geworfen. Dafür hat ein Gericht ihn zu fünf Jahren Haft verurteilt.

Mikita hört gern Rap und spielt das Computerspiel Minecraft. Inzwischen ist der heute 17­-Jährige in einer Welt gefangen, die schlimmer ist als die Unterwelt Nether in Minecraft. Nach Angaben seines Vaters begann alles, als Mikita, der unter Epilepsie leidet, am 10. August 2020 auf dem zentralen Platz der belarussischen Stadt Homel auf einen Freund wartete. Ganz in der Nähe protestierten Menschen weitgehend friedlich gegen das offizielle Ergebnis der Präsidentschaftswahl. Als die Polizei anrückte, rannten die Menschen davon – auch Mikita.

Am nächsten Tag nahm die Polizei Mikita fest und misshandelte ihn während des Verhörs, bei dem weder ein Rechtsbeistand noch ein Elternteil anwesend war. Im Zuge der Proteste sind insgesamt mehr als 30.000 Personen willkürlich festgenommen worden; viele berichteten von übermäßiger Polizeigewalt und Folter.

Im Februar 2021 verurteilte ein Gericht Mikita wegen „Massenaufruhr“ und „Verwendung illegaler Sprengsätze“ zu fünf Jahren Jugendhaft. Fast ein Jahr lang saß Mikita in einem Gefängnis für Erwachsene – teilweise sogar in Isolationshaft – bevor er in die Jugendstrafanstalt überstellt wurde.

Die Cloppenburger AI-Gruppe bittet alles Leserinnen und Leser, sich für Mikita einzusetzen. In dem Brief sollte der Generalstaatsanwalt aufgefordert werden, alles in seiner Macht Stehende zu tun, damit Mikita freigelassen wird und ein faires Verfahren erhält, das die internationalen rechtlichen Standards für Minderjährige erfüllt.

Die Adresse des Generalstaatsanwalts: Prosecutor General of the Republic of Belarus, Ul. Internatsionalnaya 22, 220030 Minsk, Belarus

Weitere Informationen finden sich hier: https://www.amnesty.de/schreib-fuer-freiheit-briefmarathon-2021

Appell Text

Sehr geehrter Herr Generalstaatsanwalt,

Mikita Zalatarou wartete am 10. August 2020 auf einem Platz in Homel auf einen Freund, als er in eine Menschenmenge von Demonstrierenden geriet. Am nächsten Tag nahm die Polizei den 16-Jährigen, der unter Epilepsie leidet, fest und beschuldigte ihn, einen Molotowcocktail geworfen zu haben. Im Polizeigewahrsam wurde Mikita geschlagen, mit einer Elektroschockwaffe traktiert und verhört, ohne dass ein Rechtsbeistand oder Elternteil anwesend waren. Dann musste er ein halbes Jahr in Haft verbringen, bevor er vor Gericht gestellt wurde. Obwohl keinerlei Beweise dafür vorlagen, dass Mikita an Gewalt beteiligt war, wurde er schuldig gesprochen und zu fünf Jahren Haft verurteilt.

Ich bitte Sie, alles in Ihrer Macht Stehende zu tun, damit Mikita freigelassen wird und ein faires Verfahren erhält, das die internationalen rechtlichen Standards für Minderjährige erfüllt.

Hochachtungsvoll,

Urgent Actions

In dringenden Fällen bittet AI darum, an sog. “Urgent Actions'” teilzunehmen. Solche Aktionen sind unter https://www.amnesty.de/mitmachen/urgent-actions zu finden. Wer regelmäßige Informationen wünscht, kann sich auch an unsere Gruppe wenden (s. Kontakt).

Buchtipps (https://amnesty-cloppenburg.de/2022/02/buchtipps/)

 

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Wir treffen uns 2-mal im Monat. Du bist herzlich eingeladen zu kommen.

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Wo treffen wir uns?

Wir treffen uns meistens bei unserer Gruppensprecherin Gerda Pontenagel im Jammertal 40, 49661 Cloppenburg.

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kontakt@amnesty-cloppenburg.de.

3. Juni 2022