Aktionen

Unsere Cloppenburger Gruppe setzt sich mit verschiedenen Aktionen für die Menschenrechte ein. Wir treffen uns alle 14 Tage. Im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen zur Zeit die “Briefe gegen das Vergessen” und die sog. “Urgent Actions”. Hier gilt es, schnell auf Menschenrechtsverletzungen zu reagieren.

Amnesty informiert im CineCenter Cloppenburg über weltweite Verletzung der Menschenrechte (MT, 10. 5. 2022)

Guantanamo: Seit fast 20 Jahren steht dieser Ort für einen rechtsfreien Raum, in dem Gefangene, die seit Jahren ohne Anklage in Haft sind, „wie die Tiere leben“, so ein Journalist. Folter wie Schlafentzug gehören zu den üblichen Methoden, die dem Gefangenenlager zu seiner berüchtigten Bekanntheit verholfen haben. Selbst Gefangene, deren Unschuld erwiesen ist, verbleiben in Haft, weil sie nicht in ihr Heimatland fliegen dürfen.

„Die Amerikaner haben besondere Verhörmethoden erfunden. Sie ließen uns nicht schlafen, verlegten uns alle halbe Stunde in eine andere Zelle, legten uns Handschellen in schmerzhaften Körperhaltungen an, drehten die Klimaanlage voll auf, übergossen uns mit kaltem Wasser, beschallten uns mit Musik, dann diese Lichtstrahler“, sagt einer der Inhaftierten.  Zwar war schon oft die Rede davon, dass das Gefängnis geschlossen werden soll. Aber es existiert immer noch. Inzwischen seit fast 20 Jahren.

Einer, der in Guantanamo inhaftiert war, ist Murat Kurnaz. In Deutschland geboren und in Bremen aufgewachsen wurde er im November 2001 in Pakistan bei einer Routinekontrolle von der pakistanischen Polizei festgenommen, von dieser an das pakistanische Militär und schließlich Ende November gegen Kopfgeld von 3000 Dollar an die US-Streitkräfte übergeben, die ihn nach Guantanamo überstellten. Vom Kampf um seine Freilassung erzählt der Film „Rabye Kurnaz gegen George W. Bush“, der vom kommenden Dienstag an im CineCenter Cloppenburg zu sehen ist (weitere Aufführungstermine: https://www.cinecenter.de/programm). Rabye Kurnaz, die Mutter von Murat, kämpft um ihren Sohn und geht bis zum Obersten Gerichtshof der USA. Der Film zeigt eine Mutter, die ihm ihren Sohn kämpft und keine Scheu vor den Mächtigen dieser Welt hat.

In ihrem Kampf ist Rabye Kurnaz ein Vorbild für die Mitglieder von Amnesty International. Wie der Krieg in der Ukraine zeigt, gehen Mächtige über Leichen, um ihre Ziele durchzusetzen. Und doch gilt es, nicht aufzugeben. Amnesty möchte daher die Aufführungen zum Anlass nehmen, um auf die globale Geltung der Menschenrechte hinzuweisen und seine Arbeit vorzustellen. Mitglieder der Cloppenburger AI-Gruppe stehen am 10. und am 16. Mai vor den Aufführungen im Kino bereit, um die Besucher über ihre Arbeit zu informieren und für die Durchsetzung der Menschenrechte zu werben.

Übersicht über einige Aktionen unserer Gruppe

Seit Beginn der 1990er Jahre am Tag der Menschenrechte (10. Dezember): Gottesdienste in der evangelischen Kirche Cloppenburg zu aktuellen Menschenrechtsthemen

Ausstellungen, so vom 11. 1. – 24. 1 1987 zum Thema “Folter heute. Wer Folter duldet, foltert mit” in der Kath. Akademie Stapelfeld, Ende April bis Ende Mai 2002 im Foyer des Kreishauses Cloppenburg die “Anti-Folter-Ausstellung Die Würde des Menschen ist (un)antastbar” und im November 2004 die Ausstellung “Hinsehen und Handeln: Gewalt gegen Frauen verhindern” in der VHS Cloppenburg

8. Mai 2002 Benefizveranstaltung mit Katja Riemann (Lesung) und Ludwig Kleinalstede (Klavier)

24. Mai 2011 Konzert mit der Big-Band Cajazzo des Clemens-August-Gymnasiums unter der Leitung von Thomas Stanko sowie Lesungen von Doris Ostendorf, Paul Willenborg und Heinrich Siefer in der Münchhausenscheune des Museumsdorfs Cloppenburg

17. 6. 2012, 17.00 Uhr in der Aula des Clemens-August-Gymnasiums Cloppenburg “Konzert für Menschenrechte”. Benefizveranstaltung zugunsten von AI mit Heinrich Dickerhoff, Ludwig Kleinalstede, Helmut Krause, Beate Stanko.

regelmäßig im Dezember: Aktionen zum “Briefmarathon” in Schulen und in der Fußgängerzone

Vorträge zum Thema “Menschenrechte – Geschichte und Aktualität”, u.a. beim “Bildungsfrühstück” in Lindern, Löningen, Lastrup und Cloppenburg

regelmäßige Veröffentlichung der “Briefe gegen das Vergessen” in der Münsterländischen Tageszeitung

14. 9. 2021: Vortrag bei den “Montagsfrauen” im Katholischen Bildungswerk Cloppenburg (s. Foto)

 

 

17. Mai 2022